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Donnerstag 01. Januar 1970, 

Des is so a Gschicht nåch dem Musta: a Freindin vo ana Freindin håt ma dazöt, dass… Oiso: es is woa.
„Vor vielen vielen Jahren“ is hoit de theatabegeistate Freindin in iagnd so an etabliatn Theata gsessn, Burgtheata, Akademitheata, Voikstheata oda so. Net dass moats, iagnd so a kloane Bühne, wos eh wuascht is, waun a Påtza passiert, weiü eh netta zehn Leit im Publikum sitzn, und fümf davau san mit iagndwem vo da Kru vawaundt oda zsamm. Naa, ois gaunz groß und wichtig und etibideti. Se haum wås gaunz Klassisches gspüt, frågts mi jetzt net, wås, i haus vagessn, oda de Freindin håts aa nimma gwußt und hoit netta gsågt, so a Mauntl- und Degenstückü, mit uavü Schuid und Sühne und Eea und iwoaßnetwås. Oiso Shakespeare oda so.
Kemmans zu da Szene, wo aussakimmt, wea de gaunze Zeit des Oaschloch woa und de Intrign gspunna håt und üwahaupt aun oin schuid is.
Da Höd ziagt sein Degn, des Antagonistn-Oaschloch ziagt aa blaunk, se fechtn. (Hiaz wissns wida amoi, fia wås se se in da Ausbüdung mitm Kurs füa Bühnenfechtn plågt haum.) Da Höd gwingt natirli, er blazt heroisch: „Stirb, Schuft!“ und sticht den Antagonistn å. Der foit gaunz orndli um, owa iagndwia håt a si vielleicht zvü in sei Oaschloch-Roin einiglebt, oda ea håt z’ Mittåg a Tschili-con-carne gfressen und des net gaunz vatrågn. Jednfois kummt eam beim Niedafoin a Schaß aus. Owa a gewoitiga. Net daß moats, des woa a Lercherlschaß, naa, ualaut und ualaung und uapeinlich, bis in de letzte Reih håt mas ghert.
Najå, wås toa? Da Höd håt si schau zum Publikum gwaundt und wü sein Siegamonolog owaratschn. Draht a si nu amoi hoiwat zum fuazadn totn Antagonistn um, fuchtlt min Degn hintari und droht nu vü heroischa ois voahea: „Elender, du röchelst noch?“
De Freindin schwöat, dass neamt glåcht håt, absolut neamt. De Aufführung woa grett.
© Doris Nußbaumer, alle Rechte vorbehalten